Logistikbranche bietet hervorragende Berufschancen

Einen „Aufschwung XL“ hat die Politik in Deutschland ausgemacht. Auch die Bundesvereinigung Logistik (BVL) spricht anhand der jüngsten Quartalszahlen von einer „intakten Aufwärtsentwicklung der deutschen Logistikkonjunktur“.

Eine gute Botschaft enthält der aktuelle Logistik-Indikator der BVL auch für den Arbeitsmarkt. So erwarten über die Hälfte der befragten Unternehmen der Branche einen Aufwuchs beim Personaleinsatz.

Dass die Logistikbranche auf Zukunft setzt, belegen zugleich eigene Hochschulgründungen. So nahmen Anfang August 2010 die ersten Studierenden an der neu gegründeten Hochschule für Internationale Wirtschaft und Logistik in Bremen ihr Studium auf. Getragen wird die HIWL von der BVL und Partnern. In enger Verbindung mit der betrieblichen Praxis können hier die Führungskräfte von morgen in sechs Semestern den Bachelor of Arts in Internationaler Wirtschaft oder in Logistik erwerben. Im Oktober soll zudem der Studienbetrieb an der Kühne Logistics University (KLU) in Hamburg starten. Die KLU geht aus der 2003 gegründete Kühne School of Logistics hervor.

Als „Boombranche und Wirtschaftsmotor“ bezeichnen die Berliner Wissenschaftler Helmut Baumgarten und Wolf-Christian Hildebrand die Logistik mit ihren gut 2,7, Millionen Beschäftigten in Deutschland. Die Logistik sei zu einem attraktiven Berufsfeld im gewerblich-kaufmännischen, wie im akademischen Bereich geworden, schreiben die beiden Logistik-Experten in ihrem erstmals 2008 erschienenen Buch „Studium Logistik“ weiter. Dieses Buch bietet einen hervorragenden Überblick über die Angebote einer Logistik-Ausbildung an deutschen Hochschulen.

Die Erfolgsstory vom Jobmotor Logistik wird also nun fortgeschrieben, wie die aktuellen Entwicklungen zeigen. Mehr noch: Arbeitsmarktexperten gehen davon aus, dass die Nachfrage nach Fachkräften in der Logistikbrache mittelfristig das Angebot übersteigen könnte. Die Fachleute vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) und vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit präsentierten unlängst Modellrechnungen zur Arbeitsmarktentwicklung bis 2025. In der Studie „Beruf und Qualifikation in der Zukunft" werden die Verkehrs-, Logistik- und Transportberufe als solche genannt, in denen Fachkräftemangel auftreten könnte.