Schnell wieder unter Strom

Der RX 60-40 im Einsatz bei Hassia Mineralbrunnen

Lange Zeit schwor die Hassia Mineralbrunnen GmbH & Co. KG in Bad Vilbel auf Diesel- und Treibgas-Stapler in Fertigung und Lager. Jetzt setzt der Brunnenbetrieb jedoch vier Elektrostapler des Typs RX 60-40 von STILL ein. Die Elektrostapler des Hamburger Intralogistikspezialisten hatten mit ihrer Servicefreundlichkeit im Alltagseinsatz überzeugt: dem ungewöhnlich rasch und bequem zu erledigendem Batteriewechsel.

Das Betriebsgelände der Hassia Mineralbrunnen GmbH & Co. KG in Bad Vilbel ist buchstäblich ein weites Feld. Die Produktion und das Lager erstrecken sich über rund einen Kilometer – getrennt durch ein Wohngebiet und eine Landstraße. Lager und Logistikzentrum umfassen insgesamt etwa 100.000 Quadratmeter - Platz genug für 20 Millionen Flaschen Mineralwasser, Erfrischungsgetränke, Säfte, Schorlen und Bio-Getränke. Denn Hassia ist nicht irgendwer, sondern einer der umsatzstärksten Mineralbrunnen Deutschlands. Sechs Unternehmenstöchter gehören zu dem Brunnen, der 1.200 Mitarbeiter beschäftigt.

Nicht weniger beeindruckend ist das Logistikzentrum, wo sieben Fernlastzüge gleichzeitig be- und entladen werden können. Immerhin hat Hassia an den benachbarten Unternehmensstandorten Bad Vilbel und Rosbach 50 Lastzüge im Einsatz, von denen 37 so neu sind, dass ihre Motoren die EU-Norm 5 erfüllen, also rund 5 Prozent weniger CO2 emittieren. Bei Hassia zählt auch Nachhaltigkeit.

Ein Lkw ist im Durchschnitt binnen 30 Minuten beladen und abmarschbereit. Diese wenigen Zahlen zeigen: Bei Hassia ist Tempo angesagt, und zwar rund um die Uhr, von Sonntag 18 Uhr an bis Freitag 22 Uhr. Reichlich 30 Gabelstapler kurven durch die weitläufigen Hallen am Standort Bad Vilbel, bringen Vollgut ins Lager oder aus dem Lager auf die Lkws.

Lange Zeit waren bei Hassia ausschließlich Gabelstapler mit Verbrennungsmotoren im Einsatz. Inzwischen hat der Mineralbrunnen vier STILL-Elektrostapler des Typs RX 60-40 in seiner Staplerflotte. Den Sinneswandel erklärt Alexandra Keitel, Projekt-Assistentin bei Hassia, sozusagen mit der Leistungsexplosion bei Elektrostaplern. „Die sind inzwischen so leistungsfähig, dass es für uns Sinn macht“, sagt sie. Wochenlang hatte Hassia den RX 60-40 im Alltagseinsatz auf Antrieb, Hubkraft und Dauerbelastbarkeit ausgiebig getestet.


Außerdem: Brunnenbetriebe wie Hassia stellen besondere Anforderungen an Stapler. So brauchen sie unter anderem eine spezielle Anbauklammer, um bis zu drei Euro-Paletten mit einem Gewicht von jeweils 600 Kilogramm (PET-Flaschen) oder 800 Kilogramm (Glasflaschen) nebeneinander zu transportieren und in große Höhen bis unters Dach zu stemmen. Damit die Fahrer die Ladung heil durch die Halle steuern können, thronen sie sozusagen über der Ladung: Dank einer erhöhten Kabine (auch Getränkeaufbau genannt) sitzen sie in 1,60 Meter Höhe. So können sie über die Paletten hinwegsehen und den Stapler sicher navigieren.

Das Ergebnis der ausgiebigen Tests fiel überzeugend aus. Doch nicht nur die beeindruckenden Leistungsreserven des Kraftprotzes von STILL wie die Tragfähigkeit von bis zu 5 Tonnen, die der RX 60-40 bis zu sieben Meter in die Höhe stemmt, hatten es Hassia angetan. In dieser Hinsicht hätten vielleicht auch andere Anbieter den Staplern der Intralogistik-Spezialisten von der Waterkant das Wasser reichen können.

Dass STILL am Ende den Zuschlag erhielt, hängt auch mit einem anderen Umstand zusammen, den mancher für nebensächlich halten könnte: die Schnelligkeit des Batteriewechsels. Für Keitel und ihre Kollegen war es dagegen das K.-o.-Kriterium. „Viele Anbieter bieten nicht den Luxus eines derart bequemen Batterietausches“, sagt sie. Dabei wird die Batterie seitlich mit einem Niederhubwagen oder Gabelstapler aus der Batteriekabine gezogen und gegen eine aufgeladene ausgetauscht; eine intelligente Lösung. „In zwei bis drei Minuten ist das erledigt“, sagt Alexandra Keitel, „das geht schneller als Tanken“.

Was sich so leicht sagt, ist in der Praxis eine schwergewichtige Aktion. Denn die Batterie, die den RX 60-40 mit Strom versorgt, ist fast so groß wie eine Kühltruhe und wiegt 2,3 Tonnen.

Warum der Wechsel so wichtig ist, unterstreicht Keitel mit wenigen Zahlen. Pro Achtstunden-Schicht erledigen die Staplerfahrer 120 bis 150 Aufträge, die ihnen das Lagerverwaltungssystem auf einen Bildschirm in ihren Stapler spielt. Dafür legen sie zwischen 60 und 80 Kilometer in den ausgedehnten Hallen des Brunnens zurück. Folglich können sie sich nicht lange mit einem Batteriewechsel aufhalten, der pro Schicht immerhin einmal anfällt. Das läppert sich bei einem Dreischichtbetrieb. Dass der Batterietausch darüber hinaus sauberer als das Tanken von Gas oder Diesel zu erledigen ist, wissen vor allem die Fahrer zu schätzen.

Überhaupt spielt das Thema Sauberkeit bei Hassia eine große Rolle. Denn die STILL-Elektrostapler verursachen keine Emissionen, sie können mithin „in sensiblen Bereichen wie der Produktion von Lebensmitteln eingesetzt werden“, sagt Alexandra Keitel. „Das ist ihr größter Vorteil.  Wir können sogar auf kostenintensive Maßnahmen zur Sauberhaltung der Luft innerhalb unserer Produktionsanlagen verzichten.“

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Die Produktseite des RX 60-40

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Die Fakten im Überblick:

Unternehmen:
Die Hassia Gruppe mit Sitz in Bad Vilbel (bei Frankfurt am Main) gehört zu den umsatzstärksten Mineralbrunnen in Deutschland. Zur Hassia Gruppe gehören die Brunnen Rosbach, Lichtenauer Mineralquellen, Thüringer Waldquell, Glashäger und Wilhelmsthaler Mineralbrunnen und Rapp’s Kelterei. Mitarbeiter: 1.200.

Herausforderung:
Hassia produziert und füllt von Sonntag 18 Uhr bis Freitag 22 Uhr im Dreischichtbetrieb ab. Pro Schicht erledigt ein Staplerfahrer 120 bis 150 Fahraufträge. Dafür legen sie eine Strecke von 60 bis 80 Kilometern zurück.

Lösung:
Der RX 60-40 kann es in allen Belangen mit Diesel- und Treibgas-Staplern aufnehmen. Sein wichtigster Vorteil ist, dass er emissionsfrei ist und daher vor allem in der Fertigung von Lebensmitteln eingesetzt werden kann. Außerdem ist der Batteriewechsel in zwei bis drei Minuten erledigt.  

Nutzen:

  • Extrem schneller und bequemer Batteriewechsel
  • Keine Abgase und damit keine Emissionen, was in produktionsnahen Bereichen besonders zählt
  • Hohe Zuverlässigkeit, lange Wartungsintervalle von 1.000 Stunden oder 12 Monaten