Der älteste Logistiker der Welt

Ein Gespräch mit dem Weihnachtsmann zu führen ist eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit. Der älteste Logistikprofi der Welt ist schließlich ein vielbeschäftigter Mann, der gerne mit Kindern, aber ungern über sich selbst spricht.  Für STILL machte er eine Ausnahme und gewährte einen exklusiven Interviewtermin.

Sie sind gewissermaßen der älteste und erfahrenste Logistikprofi der Welt. Verfolgen Sie auch Unternehmen der Intralogistik Branche, wie die STILL GmbH?

Oh, natürlich! Ich habe die STILL-Firmengründung 1920 in der Hamburger Spaldingstrasse wohlwollend verfolgt. Übrigens, von dieser Stelle noch einmal alles Gute zum 90. Geburtstag von STILL. Wenn das Unternehmen so weitermacht, hat es bald so viele Jahre auf dem Buckel wie ich ...

Sie sind das Vorbild jedes Logistikers. Wie gelingt es Ihnen, innerhalb einer Nacht die ganze Welt mit solchen Volumina an Waren zu versorgen?

Also, ich rede ja gerne – aber nicht über alles (lacht). Schon gar nicht über Betriebsgeheimnisse.

Liegt es an Ihrem Fuhrpark?

Mein Fuhrpark besteht offiziell aus einem Schlitten und 6 Rentieren. Ich habe also schon immer voll auf Bioantrieb gesetzt, da war ich meiner Zeit voraus. Aber Respekt: Mit dem RX 70 und seinem Hybridantrieb haben Sie den weltweit sparsamsten Stapler gebaut. Das ist der richtige Weg. Wenn Sie einmal andere Antriebe testen wollen, dann leihe ich Ihnen gerne meine Rentiere. Da brauchen Sie nur Heu und Gras, und der Biomotor läuft. Allerdings sind die Tiere nicht so leistungsstark wie der RX 70, das gebe ich gerne zu.

Mit Verlaub: Der RX 70 ist nicht das einzige Nachhaltigkeitskonzept bei STILL ...

Sie spielen vermutlich auf den cubeXX an, nicht wahr? Ich hatte mich beim Infotag „Green Transportation Road“ unters Publikum gemischt. Dort hielt Matthias Klug, der Leiter Ihrer Unternehmenskommunikation, seinen Vortrag zu Antriebskonzepten der Zukunft. Ich war beeindruckt. Die Kompaktheit des cubeXX, sein Lithium-Ionen-Antrieb und das Prinzip, in einem Fahrzeug gleich sechs verschiedene Flurförderzeugklassen zu vereinen – das ist ganz hohe Konstruktionskunst.

Sie sagen „offiziell“ fahren Sie einen Schlitten. Steckt also in Wirklichkeit doch ein ausgefeiltes Logistiksystem hinter dem Weihnachtsmann?

Kein Kommentar (lacht). Es ist klar, dass ich weltweit gut aufgestellt sein muss, um Waren in einer Nacht an alle Standorte der Welt liefern zu können. Und dafür braucht es Überblick und perfekte Planung. Ich sage mal so: Ihr Software-Tool STILLReport zur Effizienzprüfung einer Staplerflotte ist auch mir nicht unbekannt ...

Welche Erfahrung würden Sie gerne anderen Logistikprofis mit auf den Weg geben?

Dass es immer etwas zu verbessern gibt. Sogar wenn man einen Prozess ideal gelöst hat, ist diese Lösung nur für den Moment ideal. Denn es eröffnen sich immer neue Möglichkeiten der Effizienz, und wer diese rechtzeitig erkennt, hat die Rentier-Nase vorn. In diesem Sinne: Frohe Weihnachten!