Frost ohne Frust

Arbeitssichere Intralogistik im Winter

Wenn der Winter eiskalt an die Tür klopft und Schnee vom Himmel rieseln lässt, müssen Unternehmen gut vorbereitet sein. Es gilt, besonders bei Kälte und schlechten Sichtverhältnissen die Intralogistik arbeitssicher aufzustellen, damit Mitarbeiter, Fuhrpark, Waren und Betriebsgelände die Winterzeit unbeschadet überstehen und innerbetriebliche Waren- und Materialflüsse reibungslos weiterlaufen.

Besonders Gabelstapler können im Kampf gegen die weiße Pracht für schnelle Hilfe sorgen. Mit entsprechenden Anbaugeräten sowie speziellen Schneeketten sind sie auf der Firmen-Piste unterwegs und räumen den Weg frei. Das erleichtert nicht nur die Einhaltung des Arbeitsschutzgesetzes, sondern minimiert gleichzeitig die Beeinträchtigung der Arbeitsprozesse in der kalten Jahreszeit.


Was für Kinder die reinste Freude ist, kann für Unternehmen und Betriebe schnell zu einer größeren Herausforderung werden: Der Winter, der nicht nur die öffentlichen Straßen, sondern auch Firmengelände und nicht-überdachte Arbeitsflächen fest in seinem weißen Griff hat. Während der kommunale Winterdienst öffentliche Straßen und Plätze freihält, ist jede Firma selbst dafür verantwortlich, auf dem Betriebsgelände für sichere Arbeitsbedingungen zu sorgen (nach §3 Arbeitsschutzgesetz). Dazu gehören neben schnee- und eisfreien Wegen, auch professionell gewartete Flurförderzeuge, die Behebung etwaiger Mängel sowie die Sicherung der Arbeitsumgebung, also des Fahrerarbeitsplatzes sowie u. a. der Regale und Stellplätze.

Mitunter kann es schon zur Herausforderung werden, die Wege und Parkplätze für Mitarbeiter, Kunden und Lieferanten schnee- und eisfrei zu halten. Firmen mit Gabelstaplern im Fuhrpark können diese hierfür zu einem einfachen Winterdienstgerät umrüsten. Es bedarf dazu des richtigen Equipments sowie gegebenenfalls Schneeketten für die entsprechenden Fahrzeuge. Eine fachliche Beratung zur Auswahl der Anbaugeräte und der geeigneten Einsatzbedingungen sollte unbedingt in Anspruch genommen werden, um das Winter-Zubehör je nach den jeweiligen Fahrzeugspezifikationen auswählen zu können.

Reifen

Außerdem gilt es, insbesondere in den Wintermonaten das Sicherheitsniveau der Fahrzeuge kritisch zu prüfen und gegebenenfalls zu erhöhen, um bei Lager- und Lieferprozessen die Gefahr von möglichen Aus- und Unfällen weiter zu senken. Gerade Gabelstapler sind besonders anfällig bei Schnee und Eis, wenn deren Reifen eine geringe oder komplett abgefahrene Profilierung aufweisen. So wird ohne die richtige Bereifung jede Fahrt im Winter zu einer Schlitterpartie. Und das nicht nur im Außenbereich, denn auch bereits kleinere Schneemengen oder Tauwasser in den Ein- und Ausfahrwegen von Hallen können die Manövrierfähigkeit von Flurförderzeugen einschränken. Genau wie beim PKW sollten deswegen abgefahrene Reifen gegen neue Exemplare vom Hersteller ausgetauscht werden. Die ideale Reifenart hängt dabei von den Einsatz- und Umgebungsbedingungen des Fahrzeugs ab.

Um im Winter entsprechend sicher fahren zu können, kann auch die Nutzung von Schneeketten empfehlenswert sein. Besonders relevant bei der Kettenwahl sind die Nutzung, die Größe und das Gewicht des Staplers. Beim Schneekettenkauf ist darauf zu achten, dass sie den Sicherheits- und Prüfnormen für den Straßenverkehr unterliegen. Empfehlenswert sind TÜV- und CE-Prüfsiegel, aber auch ÖNORM und DEKRA-Siegel. Wie bei Bereifung sowie Winteranbaugeräten gilt auch hier: Lassen Sie sich im Zweifel von Fachleuten beraten. Kompetente Unterstützung finden Sie zum Beispiel bei allen STILL-Niederlassungen. Vor dem winterlichen Einsatz sollte außerdem ein technischer Rund-um-Check durchgeführt werden, um mögliche Ausfälle und teure Schäden, wie das Einfrieren von Kühler, Motor und Türen, zu verhindern. Grundsätzlich muss jedes Fahrzeug außerdem regelmäßig nach FEM 4.004 (ehemals UVV) geprüft werden. Beim Austausch von Teilen sollte stets auf die Verwendung der originalen Ersatzteile geachtet werden, damit Leistung und Lebensdauer des Fahrzeugs weiterhin hoch bleiben. Darüber hinaus sorgt auch die fachgerechte, vorschriftsgemäße Überprüfung von Batterien, Ladegeräten, Abgas- und Treibgasanlage sowie Anbaugeräten und Personenschutzanlagen für Sicherheit in den täglichen Arbeitsprozessen.

Schneeschieber


Streuwagen

Wer seinen Stapler zumindest zeitweise entbehren kann, kann mit den Gabeln des Fahrzeugs einen Schneeschieber, -schild oder eine Staplerschaufel aufnehmen. Mit Hilfe des Schneeschiebers können dann Schnee, Eis und Laub vom Betriebsgelände geräumt werden. Die so entstandenen Schneehaufen können anschließend mittels einer Staplerschaufel, welche ebenso am Gegengewichtstapler angebracht wird, abtransportiert werden. Sogenannte Anbau-Kehrbesen leisten die Feinarbeit bei der Beseitigung von Schnee und Eis. Um eine Fläche auch längerfristig arbeitssicher zu halten, eignet sich der Einsatz von Salz, Granulat oder Sand. Hierbei haben sich Streugeräte, die an Fahrzeuge angehangen werden und durch die Bewegung der eigenen Rollen betrieben werden, bewährt. Sollte Schnee in größeren Mengen Ihre Arbeit behindern, wie etwa beim jüngsten Wintereinbruch in New York, so leisten Schneeschilde zum Einsatz mit einem Stapler unkomplizierte Abhilfe.

Es gilt also: Wer sich frühzeitig um Winterzubehör für seinen Fuhrpark kümmert, schlägt gleich mehrere Frostfliegen mit einer Klappe. Zum einen ist man auf einen unerwarteten Wintereinbruch oder unvorhergesehenen Schneefall stets vorbereitet und kann sofort reagieren. Zum anderen kann auf ein umfangreicheres Sortiment zurückgegriffen werden, da die oft begrenzten Kontingente solcher Produkte nach einem tatsächlichen Schneefall oft schnell vergriffen sind.

Doch bei der Vorbereitung auf kalte Zeiten zählt nicht nur die Maschine, sondern vor allem auch der Mensch. Der Fahrer sollte sein Fahrzeug sicher beherrschen und muss nicht nur im Winter eine gültige Fahrerlaubnis besitzen. Ungeübte Fahrer können in Nachschulungen auf die besonderen Herausforderungen der dunklen Jahreszeit vorbereitet werden. Zudem muss besonders im Winter der Fahrer vor Wind und Wetter mit warmer Kleidung samt dickem Schuhwerk geschützt werden. Weiterhin sollte der Stapler im Optimalfall für Außeneinsätze mit einer geschlossenen Fahrerkabine sowie Heizung und Klimaanlage ausgestattet sein. Empfehlenswert ist es zudem, entsprechend der Straßenverkehrsordnung und aufgrund der früher einsetzenden Dunkelheit, zusätzlich Scheinwerfer, Schluss- und Bremsleuchten, Blinker sowie Innen- und Außenspiegel am Fahrzeug anzubringen. Bewährt hat sich dabei, neben den klassischen Arbeitsscheinwerfern, auch beispielsweise das blau leuchtende STILL Safety Light.

Fazit

Schlussendlich muss der Unternehmer im Rahmen seiner Aufsichtsverantwortung kontrollieren, ob alle Prozesse sicherheitsgerecht ablaufen und gegebenenfalls für Sicherheit zu sorgen. Er stellt einen Stapler zur Verfügung sowie eine sachgerechte Ausrüstung und bestimmt den Fahrzeugführer. Ob Sommer oder Winter – es können immer nur diejenigen auf dem Stapler-Sitz gesetzt werden, die eine qualifizierte Ausbildung absolviert und einen Flurfördermittelschein haben. Der Fahrer hat umgekehrt die Möglichkeit zu intervenieren und die Fahrt abzulehnen, wenn aus seiner Sicht Sicherheitsmängel bestehen. Aus gutem Grund: Allein in 2011 gab es mehr als 12.000 meldepflichtige Unfälle mit Staplern (Quelle: Deutscher Verkehrssicherheitsrat). Oftmals reichen kleine Unachtsamkeiten seitens Mensch oder Material, um für großen Schaden zu sorgen.


Beachten Unternehmen jedoch alle sicherheitsrelevanten Aspekte in der winterlichen Intralogistik, folgt auf Frost kein Frust. Stattdessen bleibt der Schutz von Material und Mitarbeitern gewährleistet sowie die Effizienz Ihrer Intralogistik gesichert.

Machen Sie Ihren Fuhrpark winterfest mit STILL

  • Schauen Sie doch gleich im Wintershop vorbei und statten Sie Ihren Fuhrpark für die kalte Jahreszeit aus.


  • Wir bieten auch Fahrerschulungen an. Wählen Sie aus unserem Angebot die gewünschte Schulung.