Leuchtturmprojekt erfolgreich umgesetzt

H. & J. Brüggen KG

Herausforderung: Brüggen will das Thema Elektromobilität konsequent angehen, Effizienzpotenziale ausschöpfen und Betriebskosten reduzieren.

Lösung: Nach umfangreicher Beratung und eingehender Einsatzanalyse durch STILL kommen nun 66 neue Gegengewichtsstapler sowie Nieder- und Hochhubwagen zum Einsatz .

Produkte:
Gegengewichtsstapler sowie Nieder- und Hochhubwagen mit Li-Ion Technologie



Im April 2016 hat der Flurförderzeughersteller STILL ein wegweisendes Projekt im Bereich der Lithium-Ionen-Technik (Li-Ion) realisiert. Als erster Großkunde stellte der Nahrungsmittelhersteller Brüggen seinen Fuhrpark auf Li-Ion-Technologie um. Insgesamt 66 neue Gegengewichtsstapler sowie Nieder- und Hochhubwagen von STILL kommen zum Einsatz.

Mit der erfolgreichen Umsetzung des Großprojekts mit Li-Ion-Flurförderzeugen unterstreichen die Hanseaten von STILL ihr Bestreben, das Thema Elektromobilität konsequent anzugehen und 90 Prozent ihrer Fahrzeuge bis 2017 mit Li-Ion- Batterien anzubieten. Eine erste Bilanz nach Abschluss des Projekts zeigt, dass die Firma Brüggen, nach umfangreicher Beratung und eingehender Einsatzanalyse durch STILL, mit Li-Ion-Fahrzeugen ihre Effizienzpotenziale kompromisslos ausschöpfen sowie die Betriebskosten deutlich reduzieren konnte.

Effizienz steigern und Kosten reduzieren

39 verschiedene STILL Li-Ion-Fahrzeugmodelle mit unterschiedlichen Hubhöhen, Gabellängen und Batteriekapazitäten sind aktuell bei der Firma Brüggen im Einsatz

Die H. & J. Brüggen KG zählt zu Europas Marktführern bei Müslimischungen und Müsliriegeln. Das Lübecker Familienunternehmen produziert zudem Cornflakes und Cerealien und beliefert die Lebensmittelindustrie mit Rohwaren und Halbfabrikaten. Produkte, wie Müsli, Müsliriegel, Cornflakes, Haferflocken und Cerealien, werden sowohl als Handelsmarken für deutsche und internationale Einzelhandelsketten produziert als auch unter eigenem Markennamen vertrieben. Dabei sind neben einer hohen Produktqualität ausgefeilte Logistikprozesse das A und O in diesem Geschäft, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Im vergangenen Jahr entschied Brüggen, die bisherige Staplerflotte zu ersetzen. Kalkulierbare Kosten durch Leasing- und Servicepakete, eine hohe Verfügbarkeit verbunden mit maximaler Flexibilität im Einsatz, kürzere Batterieladezeiten sowie ein Online-Flottenmanagement-Tool waren die Hauptziele des umfangreichen Projekts. Bei einer Ausschreibung überzeugte der Intralogistikspezialist STILL mit seinen Li-Ion- Fahrzeugen, einem Premium-Service aus einer Hand und einer Leasing-Variante. Alle sechs Jahre werden die Stapler durch Neugeräte ausgetauscht und Reparaturen durch den Kundenservice sind in den Leasingraten enthalten.

Die klare Zuordnung der Geräte durch den STILL Fleet Manager stellt sicher, dass die benötigten Fahrzeuge in den Abteilungen auch tatsächlich

Die neue Fahrzeugflotte konnte durch die Li-Ion-Fahrzeuge um 23,8 Prozent reduziert werden. „Alles, womit bei Brüggen Paletten bewegt werden können, ist seit Mai umgestellt“, erklärt Marek Schröder, Leiter Logistik/Einkaufsleiter – Non Food. Vorab wurde in jeder Abteilung genau geprüft, welche Anforderungen die neuen Geräte erfüllen sollten. Entsprechend dieser Vorgaben lieferte STILL Fahrzeuge in unterschiedlichen auf den Einsatz angepassten Ausführungen. Dabei konnten sich die Produktionsassistenten die verschiedenen Modelle direkt bei STILL ansehen und die entsprechende Ausstattung auswählen. 39 verschiedene Modelle mit unterschiedlichen Hubhöhen, Gabellängen und Batteriekapazitäten sind aktuell im Einsatz. Die Besonderheit dieses Projekts war jedoch die Umstellung von Blei-Säure- auf Li-Ion-Batterien. Das neue Batteriesystem bietet Brüggen viele Vorteile: Durch die höhere Leistungsfähigkeit des Li-Ion-Akkus eignet er sich besonders dort, wo bisher Blei-Säure-Batterien an ihre Grenzen kamen, zum Beispiel hohe Leistungsbedarfe oder Mehrschichteinsätze, in denen die Batterie gewechselt wird. Bei gleichem Bauvolumen enthält der Li-Ion-Akku die doppelte Energiemenge, dadurch können Batteriewechselaufwand und -infrastruktur eingespart werden. Hinzu kommt, dass der Li-Ion-Akku wartungsfrei ist, wodurch im Gegensatz zur Blei-Säure-Batterie alle Wartungsarbeiten rund um die Batteriesäure entfallen und der Kunde quasi sorgenfrei lebt. Für die Mitarbeiter bedeutet die Umstellung vor allem eine Arbeitserleichterung und mehr Komfort. Statt die Wechselbatterien zu tauschen und an die Ladestationen anzuschließen, mehr als sechs Stunden aufzuladen und mit destilliertem Wasser aufzufüllen, reicht es jetzt aus, sie bequem über den von außen zugänglichen Ladeanschluss zu laden. Faktoren, die die Verfügbarkeit der Fahrzeuge erhöhen und sich für Brüggen spürbar auf die Betriebskosten auswirken. Zwischenladungen sind im Gegensatz zu Blei-Säure-Batterien in jedem Ladezustand möglich. „Wir haben einige Stapler im 24-Stunden-Betrieb und sind in der Logistik und auch in der Produktion auf sie angewiesen. Die neuen Batterien können, wie wir es alle von unseren Handys kennen, jederzeit auch nur für ein paar Minuten geladen werden.“ Die Mitarbeiter können jetzt Pausenzeiten nutzen, um die Batterie aufzuladen. Bereits nach 40 Minuten stehen wieder Zweidrittel der Ladekapazität zur Verfügung. Mit rund 2500 möglichen Ladezyklen kann der Li-Ion-Akku doppelt so oft geladen werden wie eine klassische Blei-Säure-Batterie. Negative Memory-Effekte gibt es bei einer Li-Ionen-Batterie nicht. Auch beim Thema Sicherheit setzt die zukunftsweisende Technologie neue Standards. Jede Batteriezelle wird in Echtzeit überwacht und ermöglicht somit eine äußerst präzise Entladeanzeige, wodurch sich die Leistung besonders effizient nutzen lässt.

Höhere Sicherheit mit dem STILL Fleet Manager

Zwischenladungen sind bei Li-Ion-Akkus im Gegensatz zu Blei-Säure-Batterien in jedem Ladezustand möglich. Sie können bequem über den von außen zugänglichen Ladeanschluss geladen werden

Die neuen Fahrzeuge sind zudem an ein modernes Flottenmanagement-Tool angeschlossen. Dazu sind alle Geräte ähnlich wie beim Handy mit einer SIM-Karte ausgestattet. Vor der Nutzung müssen sich die Mitarbeiter anmelden und prüfen, ob ein Defekt am Fahrzeug vorliegt. „Wir hatten in der Vergangenheit große Probleme mit Schäden an den Staplern. Die Kosten für Reparaturen und defekte Ware waren hoch“, erzählt Marek Schröder. „Auch bei den neuen Geräten sind Gewaltschäden nicht durch den Kundenservice abgedeckt. Eine individuelle Zugangsberechtigung stellt jetzt sicher, dass nur geschulte Mitarbeiter mit den Fahrzeugen arbeiten.“ Sollte sich ein Unfall ereignen, werden die Fahrzeuge automatisch in den Schleichmodus versetzt. Erst nach Meldung des Vorfalls wird das Gerät wieder freigeschaltet. „Es gibt kein Punktesystem, und der STILL Fleet Manager ist auch nicht als Kontrollinstrument gedacht. Es geht um die Sicherheit. Schließlich können Flurförderzeuge ziemlich schnell werden“, so Schröder. Die klare Zuordnung der Geräte stellt zudem sicher, dass die benötigten Fahrzeuge in den Abteilungen auch tatsächlich bei Bedarf verfügbar sind. Die elektronisch übertragenen Daten können im Störungsfall für eine schnelle Reparatur direkt vom Kundenservice ausgelesen werden.

„Der erfolgreiche Projektabschluss und die hohe Zufriedenheit der Firma Brüggen mit unserer Li-Ion-Technologie sowie unserem Beratungsansatz sind für uns richtungsweisend“, erklärt Holger Brandt, Leiter Vertrieb Deutschland der STILL GmbH. „Für uns steht bei allen Projekten stets die beste Lösung für den jeweiligen individuellen Einsatzfall des Kunden im Vordergrund. Wir stellen fest, dass immer mehr Anwender aus Logistik und Industrie die Vorteile der Li-Ion-Batterie gegenüber klassischen Blei-Säure-Batterien schätzen.“



Zusätzliche Informationen

Die Fahrzeuge und Systeme, die bei H. & J. Brüggen eingesetzt werden, können Sie hier genauer kennenlernen:

STILL Li-Ion Technologie

STILL Niederhubwagen

STILL Hochhubwagen

Download

Jetzt den Anwenderbericht herunterladen:

STILL Intralogistik Anwenderbericht Brüggen (7,4 MB)

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