LogiMAT Rückblick
LogiMAT Rückblick
IFOY Gewinner

LogiMAT Tag 1:

Neue Möglichkeiten für die Logistik im Zeitalter der Industrie 4.0

Messeauftakt: Fachvortrag zur Logistik 4.0

 

Passend zum Messemotto des digital vernetzten Wandels hielt Matthias Klug einen Vortrag über die Rolle der Logistik für die Industrie 4.0. "Die Logistik ist ein treibender Faktor der Industrie 4.0 und ein wichtiger Baustein, wenn es darum geht, die komplette Vernetzung vom Lieferanten zum fertigen Produkt und sogar zum Kunden zu verwirklichen", stellte Klug heraus. Entsprechende Lösungen von STILL, wie der autonome Kommissionierer STILL iGo neo CX 20, ermöglichten schon heute "Effizienzsteigerungen von bis zu 30 Prozent."

Der autonome Kommissionierer ist auch Teil einer mit der Firma Würth umgesetzten Lösung für die Produktionsversorgung. Alle Behälter mit Teilen für die Produktion sind dabei mit einem individuellen Etikett und einem RFID-Tag versehen. Die intelligente Vernetzung von Produktentwicklung, Produktion, Logistik ist ein Hauptmerkmal der vierten industriellen Revolution. Klug erläuterte: "Sobald eine Kiste leer ist wird automatisch per Funk eine Nachbestellung ausgelöst. Bedarfsschwankungen sind somit abgesichert." Der auf der Messe vorgestellte automatisierte Routenzug von STILL gehe sogar noch einen Schritt weiter und ebne "den Weg zu einer komplett autonom agierenden Produktionsversorgung". Das System ermöglicht beispielsweise im Bereich des Kommissionierens eine Effizienzsteigerung von bis zu 30 Prozent.

Clever und wirtschaftlich


"Wir präsentieren auf der LogiMAT einen elementaren Schritt in Richtung Zukunft, indem wir zeigen, was im Bereich des Routenzugeinsatzes technologisch möglich ist", erläuterte Herbert Fischer, Head of Business Segment Tugger Train der STILL GmbH. "Mit unserer innovativen Routenzuglösung können wir einen durchweg automatisierten Warenfluss bis ans Produktionsband darstellen und so die taktgesteuerte Belieferung von Produktionslinien noch cleverer und wirtschaftlicher gestalten."

Die vorgestellte Automatisierungslösung bildet alle Stationen des Warenflusses vollautomatisiert ab – von der Beladung des Routenzugs am Bahnhof über die Fahrt zu den einzelnen Stationen an der Produktionslinie bis hin zur Entladestation. Sie besteht aus einem automatisierten STILL Hochhubwagen EXV für die Be- und Entladung an den Bahnhöfen, einem automatisierten Schlepper, der den Routenzug anführt, sowie aus automatisierten Standard E-Rahmen und Übergabestationen.

Zugkraft der Zukunft


Der automatisierte E-Rahmen mit Übergabestation kann auch mit einem manuell betriebenen Schleppfahrzeug zur Be- und Entladung besonders schwerer Lasten an einzelnen Stationen der Produktionslinie genutzt werden. Bei klassischen, manuellen Routenzuglösungen ist das Lastgewicht auf circa 500 Kg begrenzt, da die Trolleys von Hand bewegt werden müssen. Automatisierter Fördertechnik sei Dank können mit der neuen Lösung von STILL bis zu 1,5 Tonnen pro Anhänger per Routenzug zur Produktion gebracht werden.

Auf dem E-Rahmen befindet sich anstelle eines Trolleys eine Fördertechnik in Form zweier elektrisch angetriebener Rollenbahnen. Um die Last abzugeben oder aufzunehmen, wird der automatisierte E-Rahmen vor die Übergabestation gefahren. Zwei Sensoren sorgen dafür, dass sich der E-Rahmen passend vor der Übergabestation positioniert. Anschließend startet die Fördertechnik den Be- oder Entladevorgang, wobei ein weiterer Sensor sicherstellt, dass eine vollständige Be- bzw. Entladung erfolgt.

Neue FM-X Funktion setzt Maßstäbe


Ebenfalls auf der LogiMAT erstmal präsentiert wurde ein neues serienmäßiges Feature des Schubmaststaplers FM-X. Seit März wird hier ein optisches Hubhöhen-Messsystem verbaut, das zu den besten Technologien am Markt zählt. Die Technologie ermöglicht eine dynamische, sanfte Mastübergangsdämpfung in unerreichter Qualität, was ein gleichermaßen schnelles, sanftes und sicheres Lasthandling zur Folge hat. So lässt sich auch empfindlichste Ware zügig und sicher verladen. Weitere Optionen, die das innovative System ermöglicht, sind eine Endhubbegrenzung, eine automatische Hubhöhenvorwahl oder eine exakte Anzeige der Hubhöhe.