Projekt "Flurfördermittel Europa" mit großem Erfolg umgesetzt

Im zurückliegenden Jahr wurden teilweise neue Strukturen geschaffen, um besser auf Auftragsschwankungen bei den Kunden reagieren zu können. So wurde eine Logistik-Einheit etabliert, die diese Funktion für ganz Europa übernommen hat. Hier läuft u.a. die gesamte mittel- und langfristige Planung für diesen Bereich zusammen. „Vor diesem Hintergrund haben wir das Projekt "Flurfördermittel Europa" gestartet“, erklärt Simon Dreher, Leiter Logistics Consulting der Mahle GmbH. Neben dem reinen Projektmanagement übernimmt das Team Logistics Consulting fachliche und strategische Projektaufgaben von der Ist-Analyse über die Konzepterstellung bis hin zur Implementierung und Nachbetreuung innerhalb der Mahle Organisation und auf Wunsch auch für externe Kunden. Einbezogen in das Vorhaben waren elf europäische Standorte der Produktlinie Kolbensysteme Europa in Deutschland, Frankreich, Spanien und Italien. Als erste Maßnahme erfolgte in allen Werken eine Bestandsaufnahme der Flurförderzeuge. Sie ergab, dass rund 300 Fahrzeuge von verschiedenen Herstellern, unterschiedlichem Alter und mit stark abweichendem Servicezustand existierten. „Der Bestand in Deutschland hatte zum Beispiel ein Durchschnittsalter von über 20 Jahren erreicht, was zu hohen Aufwendungen bei Reparaturen und Instandhaltung geführt hat. Aufgrund der stark heterogenen Flotte waren die Kosten nicht mehr kalkulierbar. Zudem haben wir festgestellt, dass die Flurförderzeuge sehr unterschiedlich ausgelastet waren“, so Dreher.

 

Vorteil Still bei Technik, Service und Kosten

Im Ergebnis wurde eine Flottenausschreibung vorgenommen, in die alle namhaften Hersteller einbezogen waren. Die Zielsetzung war dabei ein Rahmenvertrag, der alle Fahrzeuge als Paketlösung für elf Werke umfassen sollte. Gefordert waren nicht nur ein maßgeschneiderter Fahrzeugmix, sondern auch ein umfassender Service. Mahle hatte sich bei der Finanzierung bereits zuvor für ein Leasingmodell entschieden. „In insgesamt zwei Runden fiel die Entscheidung zu Gunsten der Firma Still (Hamburg), deren Angebot unsere Anforderungen bezüglich Technik, Service und Kosten am besten erfüllt hat“, betont Dreher. „Bei der Bewertung aller relevanten Punkte hat sich Still deutlich von den Wettbewerbern abgehoben.“ Der Mahle-Projektleiter besuchte zusammen mit dem Still-Projektleiter Armin Seybold jedes beteiligte Werk, um den effektiven Bedarf festzustellen und einen technischen Standard für alle Standorte zu entwickeln.