Deutschlandweit erstmaliger Einsatz eines brennstoffzellenbetriebenen Schubmaststaplers

Deutschlandweit erstmalig wird zurzeit ein Schubmaststapler mit Brennstoffzellenantrieb erprobt - ein Still FM-X 20. Im Einsatz ist er bei der BASF Coatings AG in Münster.

Deutschlandweit erstmalig wird zurzeit ein Schubmaststapler mit Brennstoffzellenantrieb erprobt - ein Still FM-X 20. Im Einsatz ist er bei der BASF Coatings AG in Münster.

Münster, 27.01.2010 – Deutschlandweit erstmalig wird zurzeit ein Schubmaststapler mit Brennstoffzellenantrieb erprobt - bei der BASF Coatings AG in Münster. Weitere Projektpartner sind Hoppecke (Brennstoffzellen-Systementwickler und Integrator), Linde Gas (Wasserstoff-Tankstelle) und das Land Nordrhein-Westfalen im Rahmen des Förder-Programms „progres.nrw“.

 

Bei BASF Coatings fahren somit zwei unterschiedliche Fahrzeuge mit dem zukunftsweisenden Antrieb im industriellen Einsatz: Ein Still-Schubmaststapler FM-X 20 und ein Elektrostapler R 60-25. Im Distributionszentrum von BASF Coatings stellt der Schubmaststapler FM-X 20 Fertigwaren für den Versand bereit; der R 60 transportiert Fertigungs-Rohstoffe zwischen Logistiklager und Produktion. Getankt werden die beiden Fahrzeuge durch die extra aufgebaute Wasserstofftankstelle.

Mit diesem Projekt ist Still der erste Intralogistiker mit Einsatzerfahrungen von brennstoffzellenbetriebenen Schleppern, Elektro- und Schubmaststaplern.

 

Bereits seit 2003 beschäftigt sich die Hamburger Still GmbH mit der Brennstoffzelle (BZ) als Alternative zum Batterieantrieb. Seitdem konnte Still Erfahrungen in mehreren Projekten mit der zukunftsweisenden Technologie sammeln. Im Hamburger Hafen ist seit 2008 ein Still-Brennstoffzellenstapler R 60-25 bei HHLA Logistics im Testeinsatz und seit Ende 2006 fahren am Hamburger Flughafen zwei STILL-Schlepper des Typs R 07-25 im Gepäcktransport.

 

An diesen Standorten sind ebenfalls Wasserstofftankstellen errichtet worden. Grundsätzlich möglich sind auch Standorte, an denen Wasserstoff (H2) im Produktionsprozess quasi nebenbei anfällt. Dies würde die Versorgung von Flurförderzeugen mit Wasserstoff in standortnahen Betrieben (H2-Cluster) stark begünstigen.

 

Wirtschaftlich interessant wird die BZ-Technologie, wenn sich die Herstellkosten eines Brennstoffzellenpaketes weiter verringern. Einsparungen ergeben sich auch im Mehrschichteinsatz, weil keine Wechsel-Traktionsbatterien mehr vorgehalten werden müssen.

 

Die Chancen der BZ-Technologie steigen, wenn Wasserstoff umweltfreundlich erzeugt wird; z.B. ist dies mithilfe der Solartechnik ohne CO2-Emissionen möglich. Im Zuge der Klimadiskussion erhält die Brennstoffzelle daher ein größer werdendes Gewicht.

Langfristig könnte die BZ-Technologie Diesel- und Treibgasmotoren ersetzen; dies ermöglicht weitere CO2-Einsparungen.

 

Welche der alternativen Antriebs-Technologien in Zukunft das Rennen machen werden, ist noch völlig offen. Dazu sind noch viele Testerfahrungen nötig. Ein weiterer entscheidender Faktor ist die Entwicklung der Energiepreise.

 

Wir sehen die Entwicklung der Brennstoffzellen-Technologie für Flurförderzeuge als eine wichtige Investition in eine umweltgerechte Zukunft.