Ein zweites Leben für STILL-Gabelstapler

Das europäische Aufarbeitungszentrum für Gebrauchtgeräte von STILL.

Piotr Piotrowski, Leiter des Aufarbeitungszentrums von STILL in Polen, präsentierte den neuen STILL Standort.

An drei Stationen wurde der Aufarbeitungsprozess gezeigt und erklärt.

Rund 2.000 Fahrzeuge pro Jahr können in dem Aufarbeitungszentrum von STILL runderneuert werden.

Aus Alt mach Neu, im Aufarbeitungszentrum von STILL.

Rokietnica/Hamburg, 14.04.2014 - Im polnischen Rokietnica bei Poznan eröffnete STILL am Freitag, den 11. April 2014, offiziell sein neues Europäisches Aufarbeitungszentrum für Gebrauchtgeräte. Mit dieser Investition unterstreicht STILL, als führender Anbieter für maßgefertigte innerbetriebliche Logistiklösungen weltweit, seine Strategie im europäischen Markt für Gebrauchtgeräte. Auf einer Fläche von 2.500 m2 können hier pro Jahr rund 2.000 Fahrzeuge runderneuert werden.

Die Entscheidung für den Standort Rokietnica für das Aufarbeitungszentrum ist auch ein Beweis für die Wertschätzung der Landesgesellschaft STILL Polen, die seit 2007 gebrauchte Geräte aufarbeitet. Gut ausgebildete Facharbeiter und eine moderne Arbeitsumgebung sorgen für eine hohe Qualität der „Premium“-Gebrauchtgeräte, die STILL über das eigene Direktvertriebssystem wieder europaweit vermarktet. An 20 Arbeitsstationen können gleichzeitig verschiedene Geräte technisch generalüberholt werden. In der Waschstraße und der Lackiererei erhalten die Fahrzeuge ein optisches Facelifting.

Im Vergleich zum vorherigen Standort bietet das neue Zentrum Raum für die Einlagerung von Fahrzeugen und eine repräsentative Ausstellung. Die zusätzliche Fläche ermöglicht auch die Vorführung der Gabelstapler in der Praxis und verschiedene Qualitäts- und Sicherheitsprüfungen. „Durch die Erhöhung der Anzahl von Arbeitsplätzen können zur gleichen Zeit mehrere Dutzend Flurförderzeuge erneuert werden“, erklärt Piotr Piotrowski, Leiter des Aufarbeitungszentrums von STILL in Polen. „Zwanzig Werkstätten, jeweils mit einer Fläche von 36 m², ermöglichen eine effiziente Aufarbeitung  jedes Fahrzeuges. So können wir im Erneuerungsprozess noch auf Kundenwünsche eingehen und Besonderheiten für den künftigen Einsatz berücksichtigen“, betont Piotrowski bei der Präsentation des neuen Standorts.

Nach Abschluss aller Arbeiten wird für jedes Gerät eine Garantie ausgestellt, die den hohen Qualitäts- und Sicherheitsstandard belegt. Bereits 2003 hat STILL eine Gebrauchtgeräte-Klassifizierung in den Stufen Gold, Silber und Bronze eingeführt. Das europaweit einheitliche System kategorisiert jedes Gebrauchtgerät nach den Merkmalen Technik, Gewährleistung, Optik, Gerätealter und – bei Elektrofahrzeugen – Batteriezustand. Während die Fahrzeuge aller Klassifizierungsstufen FEM-geprüft sind, umfasst die Silber-Kategorie beispielsweise eine hochwertige Neulackierung, eine Überprüfung sämtlicher Technikkomponenten sowie eine mehrmonatige Gewährleistung.
Fahrzeuge der Gold-Klasse erhalten ebenfalls eine komplette Neulackierung, eine Generalüberholung der Technik sowie bis zwölf Monate Gewährleistung.

Die Nachfrage nach Gebrauchtgeräten für die Intralogistik ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Insbesondere in Süd- und Osteuropa, aber auch in den Wachstumsmärkten der BRIC-Staaten, setzen Unternehmen verstärkt auf Geräte aus zweiter Hand. „Bereits heute sind mehr als 50 Prozent der Fahrzeuge in Leasing- oder Rentalverträgen, Tendenz steigend. Diese Geräte werden nach der vereinbarten Leasing- oder Rentalzeit zurückgegeben und dem Zweitmarkt erneut zur Verfügung gestellt. Nach der Werkstattüberholung unserer Gebrauchtgerätestapler sind die Fahrzeuge bis auf den Betriebsstundenstand weder optisch noch technisch von einem Neugerät zu unterscheiden“, erklärt Marco Riewe, Leiter des Bereichs Miet- und Gebrauchtgeräte der STILL GmbH. Bezogen auf den Umsatz komme im Schnitt auf jedes zweite verkaufte Neugerät bereits ein Gebrauchtfahrzeug.

Daher trägt auch die CeMAT, die vom 19. Bis zum 23. Mai in Hannover stattfindet, dem Trend Rechnung und hat eigens einen Ausstellungsbereich für die Präsentation gebrauchter Flurförderzeuge reserviert. „Das ist ein wichtiger ergänzender Markt, der sich mit großer Dynamik entwickelt. Diesen werden wir als Weltleitmesse nun auf der CeMAT abbilden. Insbesondere unter dem Nachhaltigkeitsaspekt spielen Gebrauchtgeräte eine bedeutende Rolle“, sagt Wolfgang Pech, Geschäftsbereichsleiter bei der Deutschen Messe AG. Denn bei der Stahlherstellung werden pro Kilogramm Stahl rund 2,2 Kilogramm CO2 ausgestoßen. Rechnet man das Stahlgewicht aller 2012 in Deutschland verkauften STILL-Gebrauchtfahrzeuge zusammen, so ergibt sich, dass im Vergleich zur Neuproduktion rund 26.000 Tonnen CO2 eingespart wurden. Damit schont die Sanierung von Gabelstaplern die Umwelt und die natürlichen Ressourcen.