Rösler würdigt Prototyp eines autonomen STILL-Schubmaststaplers

Der FM-X – Ein autonomer Schubmaststapler der nächsten Generation

Der FM-X – Ein autonomer Schubmaststapler der nächsten Generation

Tino Krüger, verantwortlicher Produktentwickler von STILL, erläutert Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler die Vorzüge des autonomen STILL-Schubmaststaplers

Tino Krüger, verantwortlicher Produktentwickler von STILL, erläutert Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler die Vorzüge des autonomen STILL-Schubmaststaplers

Das Hamburger Traditionsunternehmen STILL, der weltweit führende Anbieter für maßgefertigte innerbetriebliche Logistiklösungen, präsentiert auf der diesjährigen Hannover Messe die nächste Evolutionsstufe im Bereich der flexiblen Automatisierung von Lagerprozessen. An Stand D 30 in Halle 2 – einem Gemeinschaftsstand des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) – präsentiert STILL vom 23. bis 27. April den Prototyp eines autonomen Schubmaststaplers vom Typ FM-X. Dieser ist in der Lage, selbstständig durch ein Warenlager zu navigieren und dabei flexibel auf Umgebungsveränderungen zu reagieren. Bundeswirtschaftsminister Phillipp Rösler lies es sich nicht nehmen, den Prototyp im Rahmen eines Besuchs der Hannover Messe am Dienstag, den 24. April persönlich zu begutachten. Rösler zeigte sich beeindruckt von den Fähigkeiten des autonomen Schubmaststaplers und lobte die Leistung der STILL-Ingenieure.

Der Prototyp ist das Forschungszwischenergebnis eines vom BMWi geförderten Projekts aus dem Technologieprogramm „Autonomik: Autonome und simulati-onsbasierte Systeme für den Mittelstand“. Die Projektpartner STILL, CLAAS, Atos und DFKI erforschen und entwickeln im Rahmen des Projekts „marion“ (mobile, autonome, kooperative Roboter in komplexen Wertschöpfungsketten) ein dynamisches Planungssystem für eine neue Generation autonomer Fahrzeuge in den Bereichen innerbetriebliche Logistik und Landwirtschaft. Die isolierte Steigerung der Leistungsfähigkeit von Einzelmaschinen bietet nur noch begrenztes Potenzial für weitere Produktivitätserhöhungen. Mithilfe des Planungssystems sollen deshalb autonome mobile Maschinen in die Lage versetzt werden, ein gemeinsames Produktionsoptimum zu erreichen und auf Veränderungen in der Umgebung unter Beachtung einer Vielzahl von Randbedingungen eigenständig und flexibel zu reagieren.

Bisherige Automatisierungslösungen innerbetrieblicher Warenströme – wie fahrerlose Transportsysteme (FTS) – benötigen exakt definierte Prozesse und tolerieren keinerlei Umweltveränderungen. Ziel von „marion“ ist es, das zu ändern.

Der Ansatz funktioniert wie folgt: Ein übergeordnetes System weist den einzelnen Fahrzeugen verschiedene Aufgaben zu. Diese Aufgaben werden anschließend autonom von den jeweiligen Fahrzeugen erledigt. Der Clou: Ein exaktes Vordefinieren eines jeden Prozessschrittes für sämtliche automatisierte Flurförderzeuge ist nicht länger notwendig. Die autonomen Maschinen sind in der Lage miteinander zu kommunizieren, selbstständig die optimalen Fahrwege zu bestimmen und dabei flexibel auf Umweltveränderungen zu reagieren. Mehr noch: Sie sind durch die direkte Kommunikation fähig, bei der Bewältigung einer Aufgabe als Team zu agieren.

Das Forschungsprojekt ist somit der Schlüssel, um völlig neue Arbeitsabläufe des innerbetrieblichen Warentransports zu automatisieren. Bisherige Automatisierungslösungen sind für viele Aufgaben nicht flexibel genug. Im innerbetrieblichen Transportwesen müssen zukünftige autonome Transportfahrzeuge variierende Zielorte in einer stark frequentierten Umgebung passgenau anfahren können. Ein Beispiel für eine besondere Herausforderung ist die autonome Be- und Entladung von Schleppzügen, da die anzufahrenden Überladepunkte vor dem Trailer immer unterschiedlich sind. Durch eine dynamische, flexible und autonome Fahrwegplanung wird dieses Problem nun gelöst, denn das automatisierte Fahrzeug kann kostenoptimale Fahrwege zu beliebigen Zielorten selbstständig berechnen. Die Umgebung wird dabei während des gesamten Arbeitsprozesses sensorisch erfasst – Veränderungen, wie Hindernisse oder Personen im Arbeitsbereich, werden erkannt und bei der Routenplanung berücksichtigt.

Der von STILL auf der Messe präsentierte Prototyp beweist, dass ein derart automatisierter Warenfluss keine Zukunftsmusik, sondern heute schon technisch möglich ist. Das „marion“-Projekt und der FM-X-Prototyp von STILL zeigen die Zukunft automatisierter Arbeitsabläufe im innerbetrieblichen Warentransport: Flurförderzeuge, die ihre Routen dynamisch aufeinander abstimmen, Veränderungen in der Umwelt eigenständig wahrnehmen, den Arbeitsprozess flexibel anpassen und fähig sind, als Team zu agieren.

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FM-X