03.07.2018

CASA International investiert in die Zukunft

STILL und Dematic automatisieren neues europäisches Distributionszentrum.

Herausforderung: Omni-Channel-Märkte erfordern die Zentralisierung aller europäischen Logistikaktivitäten für mehr als 500 CASA-Filialen in Europa.
Lösung:
Weitgehend automatisiertes Distributionszentrum mit einer Fläche von 50.000 m2 und 65.000 Paletten, zusammen mit zwölf automatisierten STILL-Staplern.
Produkte:
Vollständige Analyse des Material- und Informationsflusses. Planung und Realisierung eines kreativen Lager- und Regalkonzeptes für maximale Lagerkapazität in Kombination mit sieben automatisierten STILL FM-X Schubmaststapler und fünf automatisierten STILL MX-X Schmalgangstaplern.

Die Lösung von STILL und Dematic gewährleistet eine automatische Ein- und Auslagerung im Pufferlager sowie die automatische Versorgung des Kommissionierungsbereichs.

Intralogistik-Spezialist STILL hat in Zusammenarbeit mit seiner KION-Konzernschwester Dematic das neue europäische Distributionszentrum von CASA in Olen, Belgien automatisiert. Insgesamt zwölf automatisierte STILL-Serienfahrzeuge sorgen für eine fehlerfreie, schnelle, saubere und leise Logistik, die die Einrichtungskette uneingeschränkt für die Zukunft fit macht.

Die internationale Einrichtungskette CASA International mit ihren mehr als 500 Tochterniederlassungen in neun europäischen Ländern hat 2017 ihren als „CASA 2020“ bekannten neuen strategischen Masterplan umgesetzt. Zeitgleich wurde ein logistisches Gesamtkonzept implementiert. „Unsere gesamten Logistikaktivitäten werden dadurch in einem neuen, weitgehend automatisierten europäischen Distributionszentrum zusammengeführt“, so Bart Dauwen, Lagermanager bei CASA International.


„Unverzichtbare Investition“

Das neue Gebäude in Olen, Belgien, hat eine Grundfläche von mehr als 50.000 m2 und kann 65.000 Paletten aufnehmen. Die Gesamtinvestitionen für das Projekt belaufen sich auf 35 Mio. €, doch war dies laut Dauwen eine absolut notwendige Investition, die u. a. durch die Entwicklungen im elektronischen Handel bedingt war. „Unser Markt entwickelt sich zunehmend zu einem Omni-Channel-Markt. Um in diesem sich wandelnden Markt auch künftig eine starke Stellung einzunehmen, ist es
unverzichtbar, in eine leistungsstarke Logistikorganisation zu investieren. Mit diesem neuen europäischen Distributionszentrum sind wir in der Lage, unser Sortiment auf umweltfreundlichere und effizientere Weise an mehr als 500 CASA-Filialen in ganz Europa auszuliefern“, so der Lagermanager.


Zuverlässig und flexibel

„Wirtschaftliches Wachstum und der zunehmende Mangel an Arbeitskräften machen es für Logistikunternehmen immer schwieriger, qualifiziertes Personal zu finden. Mit dieser Investition in die Automatisierung können wir die Kontinuität unseres Warenflusses verbessern und zugleich unsere Produktivität steigern“, so Dauwen weiter. „Zudem verbessert sich unsere Flexibilität. Die Automatisierung macht den Weg frei für einen absolut kontinuierlichen Ablauf rund um die Uhr und an sieben Tagen in der Woche.“


Überwiegend Hochseecontainer

Die Lösung von STILL und Dematic gewährleistet eine automatische Ein- und Auslagerung im Pufferlager sowie die automatische Versorgung des Kommissionierungsbereichs. Die im Distributionszentrum ankommenden Güter werden per Schiffscontainer in Kartons angeliefert. Die Mitarbeiter verladen die Kartons auf Paletten und führen diese dem automatischen Folienwickler zu. Anschließend überprüft ein vollautomatisches Kontrollsystem Größe und Dimensionen der auf den Paletten verladenen Waren und weist ihnen einen passenden Lagerplatz zu und danach kommt automatisch die Lösung von STILL und Dematic ins Spiel.


Zwölf Stapler

Sieben automatisierte FM-X Schubmaststapler transportieren die Paletten zum Pufferlager und lagern sie dort ein. Im 32-gassigen Pufferlager verkehren fünf automatisierte MX-X Schmalgangstapler (VNA) zum Ein- und Auslagerung der Paletten. Wenn Waren in den manuellen Kommissionierungsbereich transportiert werden müssen, holt einer der sieben FM-X Schubmaststapler die Palette aus einer Zwischenablageposition am Ende der Regale ab und platziert sie auf einem der beiden Förderbänder, die zum Kommissionierungspunkt führen. „Unsere FM-X und MX-X Stapler sind komplett automatisiert – mit der Technologie unseres Partners Dematic, mit dem wir bei FTF -Projekten mit Standard-Flurförderzeugen in Europa kooperieren“, so Luc de Boes, Vertriebsleiter für die Benelux-Länder bei STILL. „Dies ermöglicht es uns, CASA eine Komplettlösung aus einer Hand anzubieten.“

Vollautomatisch

Die Stapler werden von Dematic mit einem Automation-Pack und der FTF-Management-Software zur Verfügung gestellt. „Sie erhalten ihre Anweisungen von der FTFManagement-Software, die mit dem Lagerverwaltungssystem des Kunden verknüpft ist, sodass sie autonom fahren und heben können“, so Yves Gazin, Strategic Solutions Manager bei Dematic. Das Aufladen der Akkus, einschließlich des zwischenzeitlichen Aufladens, verläuft ebenfalls vollautomatisch. Wenn ein Ladevorgang erforderlich oder wünschenswert ist, übermittelt das Steuerungssystem des Staplers dies und der Stapler fährt selbstständig zur Ladestation, wo der Akku über spezielle Kontaktpunkte auf- oder nachgeladen wird.
Die Stapler sind mit verschiedenen Sensoren ausgestattet, um Zusammenstöße zu vermeiden und die Sicherheit von Fußgängern im Lager zu gewährleisten. Die Schubmaststapler sind außerdem mit STILL SafetyLight Sicherheitsscheinwerfern ausgestattet, die in Fahrtrichtung ein helles blaues Licht auf dem Boden projizieren, sodass Fußgänger zusätzlich gewarnt werden, dass sich ein Stapler nähert.

„Sehr angetan“

Laut De Boes ist es, um den Erfolg von Automatisierungsprojekten wie diesem garantieren zu können, unverzichtbar, dass Sie als Intralogistikanbieter die KPIs des Kunden kennen und wissen, was der Kunde erwartet: „Wir haben auf der Basis einer gründlichen Analyse gemeinsam mit dem Kunden eine Lösung konzipiert und umgesetzt, die alle Wünsche und Anforderungen des Kunden erfüllt.“ Gazin bezeichnet es sogar als Musterbeispiel eines gelungenen Automatisierungsprojekts: „Jeder wusste genau, was zu tun war. Klare Vereinbarungen, kurze Kommunikationslinien und die Erfahrung und Fachkompetenz aller Beteiligten waren die Basis dieses Erfolges.“ Der Strategic Solutions Manager ist sich bewusst, dass es insbesondere bei Automatisierungsprojekten völlig normal ist, dass Kosten und Kapitalrendite Berücksichtigung finden. Die Tatsache, dass automatisierte Stapler erheblich länger halten als manuell betriebene Stapler, spielt in dieser Hinsicht eine wichtige Rolle. „Der wahre Vorteil dieser qualitativ hochwertigen Lösung“, so Gazin, „liegt jedoch in ihrer Flexibilität. Die Logistik läuft fehlerfrei, sauber, leise und schnell ab. Sie sehen das bereits, wenn Sie durch das Lager gehen. Und das bringt Ruhe in ein eigentlich sehr komplexes Umfeld und schafft eine angenehme Arbeitsumgebung für die Mitarbeiter.“ Lagermanager Dauwen nickt zufrieden. „Wir sind von der Zusammenarbeit mit STILL und Dematic sehr angetan“, so sein Fazit. „Sie haben das Projekt innerhalb des erforderlichen Zeitrahmens umgesetzt, und der laufende Betrieb wurde nur minimal beeinträchtigt.“