Neue Technik im Vergleich

Neue Technik im direkten Vergleich mit konventionellen Schleppern

Gabelstapler mit BrennstoffzellenantriebTankt Wasserstoff: Auf Basis des Modells RX 60 präsentiert STILL mit seinen Partnern einen Gabelstapler mit Brennstoffzellenantrieb der zweiten Generation

Das Vorhaben auf dem Hamburger Flughafen soll eine intensive Erprobung des Brennstoffzellensystems im Zusammenspiel mit den STILL-Schleppern erreichen. Dabei stehen unter anderem Erkenntnisse über das Fahr- und Leistungsverhalten im Schichtverlauf, die Zuverlässigkeit, die Bedienfreundlichkeit, Energieverbrauch und Reichweite im Fokus. Die so erhaltenen Werte und Ergebnisse werden dann mit entsprechenden Daten von konventionellen Schleppern verglichen und bewertet.

Brennstoffzellentechnologien sind im Bereich der Flurförderzeuge sehr gut einsetzbar, das hat STILL bereits mit einem entsprechend umgerüsteten Brennstoffzellenstapler auf Basis eines Elektrostaplers vom Typ R 60 bewiesen. Der Stapler wurde in den wesentlichen Schnittstellen der Mechanik und Elektrik auf die neue Antriebstechnologie angepasst. Das innovative Fahrzeug wurde auf der 3. Internationalen Fachmesse für Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Technologie in Hamburg erstmals 2003 der Öffentlichkeit vorgestellt und hat dort große Beachtung gefunden. Anschließend war das Gerät über mehrere Jahre erfolgreich am Flughafen München im Einsatz. In diesem Vorhaben hat STILL schon einschlägige Erfahrung sammeln können. Inzwischen wurde auch ein RX 60-Stapler der neuesten Generation mit einem Brennstoffzellensystem ausgerüstet. Der Stapler mit einer Tragfähigkeit bis zu 4,99 Tonnen bei einem Lastschwerpunkt von 500 mm wurde ebenfalls als Neuheit während der Übergabeveranstaltung am Hamburger Airport präsentiert. Mit diesem Stapler sollen weitere Erfahrungen in verschiedenen Einsatzspektren gesammelt werden.

STILL gehört zu den führenden Herstellern von Elektrostaplern. Zudem besitzt das Unternehmen große Erfahrungen bei sparsamen diesel-elektrischen Antrieben mit Komponenten der Hybridtechnologie, deren Konzept seit Jahrzehnten unter ökonomischen und ökologischen Gesichtspunkten konsequent weiterentwickelt wurde. Vor diesem Hintergrund ist der Einstieg in die Brennstoffzellentechnologie ein logischer Schritt für das Hamburger Traditionsunternehmen, weil die Antriebstechnik verwandt ist. Gegenüber der Verbrennung bietet die Gewinnung elektrischer Energie aus einer chemischen Umsetzung gravierende Pluspunkte: Dazu zählen der hohe Wirkungsgrad und der schadstofffreie Betrieb ohne CO2-Emissionen sowie die Schonung fossiler Energiereserven.