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Checkliste Hubwagen: Das richtige Lagertechnikfahrzeug finden

Im Lageralltag können falsche Entscheidungen bei der Fahrzeugwahl teuer werden – nicht nur beim Kauf, sondern jeden Tag im Betrieb. Wer vor dem Kauf die richtigen Fragen stellt, findet das Fahrzeug, das wirklich zu seinem Einsatz passt.

Die Wahl des richtigen Lagertechnikfahrzeugs ist eine der Entscheidungen, die im Lageralltag lange nachwirken – sowohl positiv als auch negativ. Trifft man sie fundiert und wohlüberlegt, läuft der Betrieb effizienter, sicherer und wirtschaftlicher. Trifft man sie zu vorschnell, spürt man die Nachteile nicht nur einmalig, sondern jeden Tag.

Viele Unternehmen stehen genau an diesem Punkt: Welches Lagertechnikfahrzeug passt wirklich zu meinen Anforderungen? Die Antwort hängt von weit mehr ab als Tragfähigkeit und Preis. Es geht um die konkreten Bedingungen im eigenen Lager: um Wege und Höhen, um Schichtmodelle und Batterietechnologie, um Ergonomie und Gesamtbetriebskosten. Fünf Fragen helfen klarer zu sehen – und zeigen, worauf es bei jeder einzelnen Frage wirklich ankommt.

Sie wissen noch gar nicht genau, was Sie suchen? Kein Problem! Hier finden Sie schnell und einfach raus, welches Flurförderzeug am besten zu Ihren Anforderungen passt.

Müssen Ihre Lasten nur transportiert oder auch auf einer gewissen Höhe eingelagert werden?

Diese erst einmal recht simple Frage ist die Weichenstellung für alles, was danach kommt. Denn sie entscheidet darüber, ob in Ihrem Lager Niederhubwagen, Doppelstockfahrzeuge oder Hochhubwagen zum Einsatz kommen.

Niederhubwagen sind auf den horizontalen Transport spezialisiert. Sie heben die Last nur so weit an, dass sie sicher bewegt werden kann – für das Einlagern in Regalen sind sie nicht ausgelegt. Sie eignen sich für den Einsatz überall dort, wo Paletten auf Bodenebene bewegt werden müssen. Auch wenn ein Fahrzeug im Lkw mitgenommen werden soll, ist ein dafür geeigneter Niederhubwagen die richtige Wahl. Dieser Fahrzeugtyp bietet sehr kompakte und robuste Modelle, die problemlos in einen Lkw passen und gleichzeitig wendig genug sind, um auf der Ladefläche rangieren zu können.

Mann zieht mit elektrischem Hubwagen Paletten mit Wasserflaschen in einer Lagerhalle vor einem blauen Lieferwagen
Wenn ein Flurförderzeug im Lkw mitgenommen werden soll, sollte es robust, kompakt und wendig sein.

Hochhubwagen hingegen sind über den horizontalen Transport hinaus auch für die Vertikale gemacht: Sie lagern Paletten in Regalen ein und aus und heben dabei in beachtliche Höhen. Wer also nicht nur transportiert, sondern auch einlagert, kommt an einem Hochhubwagen nicht vorbei.

Ein Doppelstockfahrzeug ist insbesondere dann die richtige Lösung, wenn empfindliche oder nichtstapelfähige Güter transportiert werden müssen. Gerade bei nichtstapelbarer Ware macht es einen deutlichen Unterschied für die Produktivität, ob pro Weg nur eine oder gleich zwei Paletten transportiert werden können.

Neben der Grundfunktion spielen zwei weitere Faktoren eine Rolle: die benötigte Tragfähigkeit und die verwendeten Palettentypen. Bei der Tragfähigkeit gilt die Faustregel, immer mit einem Sicherheitspuffer zu planen. Wer 900 kg bewegen muss, wählt also lieber ein Fahrzeug mit 1.200 kg Kapazität. Wichtig beim Hochhubwagen: Die Tragfähigkeit nimmt mit steigender Hubhöhe ab – die sogenannte Resttragfähigkeit muss deshalb unbedingt geprüft werden. Ob Europaletten, Industriepaletten oder andere Ladungsträger im Einsatz sind, beeinflusst zudem die Wahl der richtigen Gabel am Hubwagen.

Eine Person, die einen automatisierten Palettenstapler in einem großen Lagerhaus mit hohen Regalen bedient, die mit Kartons gefüllt und mit Etiketten versehen sind
Mithilfe eines Hochhubwagens mit entsprechender Masthöhe ist das Einlagern in der Höhe kein Problem.

Welche räumlichen Bedingungen herrschen bei Ihnen?

Das beste Fahrzeug nützt wenig, wenn es im eigenen Lager nicht manövrieren kann. Deshalb sind die räumlichen Gegebenheiten vor der Kaufentscheidung genau zu analysieren. Beim Hochhubwagen ist zunächst die Hubhöhe entscheidend. Je nach Regaldimensionen kommen unterschiedliche Masttypen zum Einsatz: Einfachmast, Duplex- oder Freisichtmast für niedrigere Hubhöhen, Triplex-Mast für größere Höhen. Allgemein gilt: Immer 200 mm auf den letzten Regalablageplatz addieren, um sicher einlagern zu können.

Auch die Fahrwege und die zu überwindenden Distanzen im Lager bestimmen die Fahrzeugwahl. Bei kurzen Strecken reicht ein Mitgänger-Fahrzeug, das der Bediener zu Fuß begleitet. Auf mittleren Distanzen wird das auf Dauer ermüdend. Hier empfiehlt sich ein Fahrzeug mit klappbarer Standplattform, auf welcher der Bediener mitfahren kann. Bei langen Wegen schließlich sollte die Standplattform fest verbaut sein – für dauerhaften Komfort und hohe Effizienz über die gesamte Schicht.

Neben Hubhöhe und Fahrwegen sollte auch die Gangbreite vor der Fahrzeugwahl geprüft werden: Sie bestimmt, welche Fahrzeugabmessungen überhaupt infrage kommen – insbesondere bei 90°-Kurven, bei denen Außenmaße und Kurvenradius des Fahrzeugs entscheidend sind. Wer Hochhubwagen einsetzt, muss außerdem die Durchfahrtshöhen im Blick behalten. Der Mast eines Hochhubwagens lässt sich zwar einfahren, aber auch das hat seine Grenzen – und die Fahrzeuge müssen unter Tore, Mezzanine und andere Deckenkonstruktionen passen. Schließlich ist auch die Beschaffenheit der Wege zu beachten: Wo Rampen oder Steigungen zu überwinden sind, muss die Steigfähigkeit des Fahrzeugs geprüft werden.

Wie intensiv wird gearbeitet?

Die Nutzungsintensität bestimmt maßgeblich, welche Geräteklasse und welche Batterietechnologie zum Einsatzszenario passen:

Ein Fahrzeug, das für den gelegentlichen Einsatz ausgelegt ist, hat im Mehrschichtbetrieb nichts verloren. Vielmehr sollten hier Lösungen gewählt werden, die speziell für den Einsatz in anspruchsvollen Umgebungen konzipiert sind und für die lange Schichten und hohe Lasten keine Herausforderung sind. Zusätzlich sorgen individuelle Konfigurationsmöglichkeiten und moderne Assistenzsysteme für höchste Passgenauigkeit und Sicherheit im Einsatz.

Ebenso ist es für Betriebe mit moderaten Anforderungen an innerbetriebliche Transporte nicht nötig, in ein Fahrzeug zu investieren, dass für den 24/7-Einsatz in hochgradig anspruchsvollen Einsatzumfeldern konzipiert und damit für den eigenen Einsatz überdimensioniert ist.
Hier sind in der Regel kompakte, standardisierte, schnell verfügbare und auf die wesentlichen Kernfunktionen fokussierte Lösungen die passende Wahl.

Bei der Batterietechnologie stehen grundsätzlich zwei Optionen zur Wahl:

  • Blei-Säure ist günstig in der Anschaffung, erfordert aber einen langen Ladevorgang von sechs bis acht Stunden sowie Wartung und spezielle Anforderungen an den Ladebereich.
  • Lithium-Ionen-Batterien können schneller aufgeladen werden als Blei-Säure-Batterien, sind wartungsfrei und haben eine lange Lebensdauer. Hier sind die Anschaffungskosten zwar höher, aber der Batterietyp hat viele Vorteile: Mit der Lithium-Ionen-Technologie lässt sich gegenüber Blei-Säure-Batterien eine um bis zu 30 % bessere Energieausnutzung erzielen. Das schont nicht nur die Umwelt, sondern senkt auch deutlich die Energiekosten im Unternehmen.

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Ein oft unterschätztes Thema ist die Ladeinfrastruktur: Diese sollte frühzeitig mitgeplant werden, denn je nach Flottengröße, Batterietyp und Ladeleistung können zusätzliche Anforderungen an Ladebereich, Lüftung und Sicherheit entstehen. Wer mehrere Fahrzeuge betreibt, sollte zudem ein intelligentes Lademanagement zur Vermeidung von Lastspitzen
sowie zur Sicherung von Verfügbarkeit, Flexibilität und transparenter Kostenkontrolle in Betracht ziehen.