Interview Oliver Thies

Interview

Arbeitswelt Entwicklung

Bereich: Entwicklung elektrischer und elektromechanischer Antriebe

Praktikant: Oliver Thies 

Über Oli

Mein Name ist Oliver Thies und ich bin 26 Jahre alt. Ich studiere an der FH Kiel Elektrotechnik mit dem Schwerpunkt Energietechnik. In den vergangenen zwei Jahren war ich neben meinen Vorlesungen Teil des Formula Student Team Raceyard. Aktuell absolviere ich ein fünf monatiges Praktikum bei STILL in der Abteilung Entwicklung elektrischer und elektromechanischer Antriebe. Im Anschluss schreibe ich meine Bachelorarbeit im Unternehmen und werde dabei von meiner jetzigen Abteilung unterstützt.

Worum geht es bei Raceyard? 

Raceyard ist das Formula Student Team der FH Kiel. Zusammen mit Studierenden der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel konstruieren und entwickeln wir jährlich einen Rennwagen, mit welchem wir gegen andere internationale Teams antreten.

Raceyard ist ein interdisziplinäres Projekt, bei dem es um mehr als nur den Bau eines Rennwagens geht. Der Wagen wird geplant, konstruiert, gebaut und auch vermarktet. Zusätzlich rekrutieren die Studierenden eigenständig neue Teammitglieder, schalten Werbung auf unterschiedlichen Kanälen und stellen den Kontakt zu potenziellen Kooperationspartnern her. Im Grunde kann man sich Raceyard wie ein kleines Unternehmen mit vielen verschiedenen Abteilungen und Bereichen vorstellen.

Auf den Renn-Events im Sommer hat das Raceyard-Team die Möglichkeit, gegen andere internationale Teams anzutreten. Ziel ist es, dass der Rennwagen in verschiedenen Disziplinen auf der Rennstrecke gut performt. Neben den eigentlichen Rennen gibt es die sogenannten statischen Disziplinen, hier wird der Wagen zum Beispiel aus ingenieurwissenschaftlicher Sicht präsentiert und ein Vermarktungskonzept vorgestellt. Insgesamt umfasst die Vereinigung Formular Student ungefähr 600 Teams weltweit.

Wie bist Du auf STILL als Arbeitgeber aufmerksam geworden? 

STILL ist an meiner Hochschule, besonders unter den Raceyard-Teammitgliedern, sehr bekannt, da es eine Kooperation gibt. STILL unterstützt Raceyard mit kompetenten Ansprechpartnern, welche das Team jederzeit zu technischen Fragen beraten und unterstützen. Zurückblickend kann ich sagen, dass STILL uns eine große Hilfe war und ich STILL als ein tolles Unternehmen kennenlernen durfte, weshalb ich mich für ein Praktikum beworben habe.

Was waren Deine Aufgaben bei Raceyard und gibt es Parallelen zu Deiner Arbeit bei STILL? 

Insgesamt habe ich zwei Jahre lang aktiv bei Raceyard mitgewirkt, wobei ich die meiste Zeit im Entwicklungsbereich tätig war. In meinem ersten Jahr war ich in der Elektronikfertigung und -entwicklung für den Kabelbaum des Rennwagens zuständig. Im zweiten Jahr leitete ich, zusammen mit einem Kollegen, den Bereich Elektronikentwicklung. Diese Zeit war für mich besonders spannend, da ich nicht nur den gesamten Fertigungs- und Planungsprozess begleitete, sondern auch andere Abteilungen wie das Marketing kennenlernte.

Meine Arbeit bei Raceyard ähnelt sehr meinen jetzigen Tätigkeiten bei STILL in der Abteilung Entwicklung elektrischer und elektromechanischer Antriebe. Ich bekomme täglich die Möglichkeit, mein bei Raceyard erlangtes Wissen einzubringen, da es zwischen dem Antrieb des Rennwagens und dem des Staplers viele Parallelen gibt.

Was macht das Praktikum in Deiner Abteilung für Dich besonders interessant? 

Am besten gefällt mir die Kombination aus Theorie und Praxis. Ziel meiner Tätigkeit ist es, die Antriebssysteme für die Zukunft zu verbessern. Um dies erreichen zu können, nehme ich reale Messwerte auf, indem ich Messungen an den aktuellen Prototypen durchführe. Hierfür habe ich am Anfang meines Praktikums einen Staplerschein gemacht. Die realen Messwerte werden anschließend mit Computerprogrammen ausgewertet und mit den Simulationsergebnissen verglichen. Die Tatsache, Lösungen für reelle Probleme zu erarbeiten, macht mir Spaß und treibt mich an.

Was zeichnet STILL als Arbeitgeber aus? 

Besonders gut gefällt mir der Teamgedanke bei STILL. Ich habe mich direkt gut aufgenommen und willkommen gefühlt. Außerdem merke ich immer wieder, dass bei STILL ein sehr angenehmes Betriebsklima herrscht. Täglich treffe ich viele offene und freundliche Menschen, wenn ich im Hamburger Werk unterwegs bin. Eine weitere Besonderheit ist das Praktikantenbegleitprogramm „STILL moves Students“. Durch dieses konnte ich viele Praktikanten aus anderen Bereichen kennenlernen und ein gutes Netzwerk aufbauen. 

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